< Olympiakos und Sport1 zu Gast im Stadionbad
01.03.18 00:21 Alter: 285 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

„Wir haben uns klar gesteigert“

Waspo 98 mit 7:12-Niederlage gegen Spitzenreiter Olympiakos


Luka Sekulic beim Blick für den freien Mitspieler. Foto: Jens Witte

In der Champions League hat sich der deutsche Pokalsieger Waspo 98 Hannover trotz einer verbesserten Vorstellung aus dem Endrundenrennen verabschiedet: Die Niedersachsen blieben am neunten Spieltag gegen Tabellenführer Olympiakos Piräus lange Zeit in Schlagweite, mussten sich am Ende aber mit 7:12 (1:3, 2:1, 2:4, 2:4) gegen den griechischen Meister geschlagen geben. Die Tore teilten sich Julian teilten sich Julian Real (2), Aleksandar Radovic, Predrag Jokic, Darko Bgruljan, Pere Estrany und Marin Ban. 

Bei dem internationalen Aufsteiger aus Deutschland bleibt es im Konzert der ganz Großen allerdings bei der Politik der kleinen Schritte: „Wir haben uns klar gesteigert“, äußerte sich Hannovers Routinier Erik Bukowksi unter Hinweis auf das Hinspiel direkt nach dem Jahreswechsel, obwohl dieses aus Sicht der Niedersachsen im Endresultat damals um einen Treffer besser ausgefallen war. Hatte der DSV-Vertreter beim 7:11 in Piräus zum Seitenwechsel bereits mit 0:6 zurückgelegen, blieb am heimischen Maschsee der Spannungsbogen diesmal zumindest bis in den Schlussabschnitt hinein erhalten.

Einen Gleichstand oder gar eine Führung gab es allerdings auch diesmal nicht zu vermelden: Nach ausgeglichenen Anfangsminuten mit längeren Schwimmpassagen legte Alexandros Gounas in der vierten Spielminute einen Doppelschlag zugunsten der Gäste hin. Aleksandar Radovic eröffnete in der siebten Spielminute vor 500 Zuschauern im Stadionbad mit einem Rückraumwurf zum 1:2 den Torreigen aus Sicht der Hausherren, allerdings erhöhten die Griechen durch Konstantinos Mourikis acht Sekunden vor der Viertelpause in einem abermals nicht günstigen Moment dann wieder auf 3:1. 

Es waren insgesamt drei leichte Gegentreffer durch Fehlpässe oder schlecht gemachte Verteidigungsaktionen, die den Niedersachsen nach dreiwöchiger Spielpause die Chance kosteten, die Griechen an diesem Abend über den Spielstand nachhaltig unter Druck zu setzen. Der Tabellenführer der Achterrunde deutete allerdings auch immer wieder seine stets vorhandene Gefährlichkeit an, verzog seinerseits in mehreren aussichtsreichen Aktionen knapp. Nach dem mit 2:1 gewonnenen zweiten Abschnitt hieß es zum Seitenwechsel 3:4 aus Sicht der Hausherren, die auch nach der Pause noch einen 4:5-Zwischenstand (18.) folgen ließen.

Bis zum 7:10-Zwischenstand (27.) im Schlussabschnitt blieb der DSV-Vertreter noch in jener neuralgischen Reichweite von drei Toren mit einer kleinen Comeback-Chance, allerdings gaben sich die zu den Titelaspiranten des diesjährigen Wettbewerbs zählenden Griechen an diesem Abend zu keiner Phase eine echte Blöße. „Alles andere als eine Niederlage wäre für uns ohnehin eine Sensation gewesen“ wertete Trainer Karsten Seehafer die heutige Partie, „wir haben aber auch noch viel Luft nach oben.“ Für nicht alltägliches Flair sorgten neben den Fernsehkameras von Sport1 (diesmal mit Roger Kong als Co-Kommentator) gut drei Dutzend griechisch(stämmig)e Fans und die Bundesliga-Boxer des BSK Hannover-Seelze. 

Mit der sechsten Niederlage im neunten Saisonspiel und nunmehr zehn Punkten Rückstand auf Platz vier haben sich auch die letzten Endrundenchancen der Niedersachsen endgültig in Luft aufgelöst, doch die Hauptrunde der Champions League wird dennoch ohne Halt weitergehen: Am 14. März ist Waspo 98 in Serbien bei Schlusslicht Partizan Belgrad zu Gast, am 31. März (Ostersonnabend) kommt der russische Vertreter Dynamo Moskau als nächster namhafter Gast ins Stadionbad.

 

Champions League 2017/2018  

Gruppe B, 9. Spieltag in Hannover

Waspo 98 Hannover (GER) – Olympiakos Piräus (GRE) 7:12 (1:3, 2:1, 2:4, 2:4)

Hannover: Moritz Schenkel – Ante Corusic, Erik Bukowski, Julian Real 2, Darko Brguljan 1, Aleksandar Radovic 1, Predrag Jokic 1, Tobias Preuß, Luka Sekulic, Pere Estrany 1, Marian Ban 1, Jorn Winkelhorst und Luka Sukic. Trainer: Karsten Seehafer

Persönliche Fehler: 7/8


 
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