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22.02.17 12:59 Alter: 244 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Bundesliga-Spitzenspiel als nächster Stadionbad-Knüller

Waspo 98 im vorentscheidenden Duell mit Spandau 04


Waspo 98 und Spandau 04 stehen sich am Donnerstagabend bereits zum dritten Mal in dieser Saison gegenüber. Foto: Jens Witte

Niedersachsens größte Schwimm- und Wasserballarena lädt bereits am morgigen Donnerstag zum nächsten sportlichen Knüller mit dem gelben Kunststoffball ein: Nur fünf Tage nach dem großen Fernsehspektakel im Gewand der Champions League steigt im Stadionbad jetzt der direkte Kampf um die die Tabellenspitze in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL). Hier empfängt Spitzenreiter Waspo 98 Hannover (derzeit 16:0 Punkte) in einer vorgezogenen Partie des neunten Spieltages den ärgsten Verfolger und amtierenden Meister Wasserfreunde Spandau 04 (14:2) zum mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen, das bereits eine Vorentscheidung bringen könnte. Das Anschwimmen in der frisch renovierten und nun wieder voll nutzbaren Arena steigt um 19 Uhr.

Erster gegen Zweiter, Pokalsieger gegen Meister, Champions League-Teilnehmer im Direktvergleich – die Spitzenpartie bietet reichlich Untertitel, doch der entscheidende Punkt am morgigen Donnerstag ist der Blick auf den aktuellen Tabellenstand: Sollten die bisher ungeschlagenen Gastgeber erneut als Gewinner aus dem Becken steigen, wäre dieses bei dann vier Zählern Vorsprung ein gefühlter „Freifahrtschein“ auf dem Weg in die Finalserie der deutschen Meisterschaft. Bei einem Sieg der Gäste, würde Spandau in der Tabelle aufgrund der besseren Tordifferenz an den Niedersachsen knapp vorbeiziehen und könnte dann aus eigener Kraft noch den ersten Platz nach den Rundenspielen und die wertvolle Spitzenposition für die Play-offs erreichen.

Für den Titelverteidiger aus der Bundeshauptstadt geht es dennoch vielleicht noch um einen Tick mehr: „Zwei schlechte Spiele sind genug!“ haben die Gäste in ihrer Pressemitteilung zur anstehenden Begegnung als Devise ausgegeben: Am 12. November vergangenen Jahres verloren die Berliner das erste DWL-Duell gegen Hannover in eigener Halle bei weitgehend ausgeglichenem Spielverlauf mit 11:13 und schwimmen seitdem in der Tabelle dieser Niederlage hinterer. Ende Januar setzte es beim Pokal-Halbfinale in Düsseldorf mit 4:9 eine Schlappe, deren Verlauf sich deutlicher gestaltete als das Endresultat: „So groß ist der Leistungsunterschied zwischen beiden Teams nicht“, kommentierte 04-Spieler Tobias Preuß das Pokalergebnis und nahm dieses auch als Kampfansage.

Bei der Generalprobe beider Teams, dieses war jeweils am vergangenen Sonnabend vor heimischer Kulisse der siebte Spieltag der Champions League, konnten sich im Fernvergleich die Gäste etwas besser in Szene setzen: Spandau ging bei der 8:12-Niederlage gegen das Starensemble von Ungarns Meister Szolnoki VSC immerhin mit einem beachtlichen 7:7-Gleichstand in den Schlussabschnitt und bot das „ bestes Spiel der ganzen bisherigen Saison“. Hannover leistete sich beim 10:17 gegen Titelverteidiger Jug Dubrovnik aus Kroatien dagegen einige in dieser Form zuletzt bisher nicht gesehene Schwächen, allerdings war es erst für die national noch ungeschlagenen Niedersachsen erst die zweite Niederlage seit Ende November vergangenen Jahres – der Spannung sollte dieses dennoch nicht abträglich sein...

 

 

Deutsche Wasserball-Liga 2016/2017

Vorgezogene Partie 9. Spieltag A-Gruppe  

Donnerstag, den  23. Februar 2017
19:00 Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 (Stadionbad)

 

Tabellenstände

Gruppe A
1. Waspo 98 Hannover 133:54 16:0
2. Wasserfreunde Spandau 04 128:48 14:2
3. ASC Duisburg 80:56 12:4
4. SSV Esslingen 53:97 7:9
5. OSC Potsdam 75:96 6:10

6. SG Neukölln 64:103 6:10
7. White Sharks Hannover 69:100 3:13
8. SV Bayer 08 Uerdingen 50:110 0:16

Platz 1 bis 4 direkt im Viertelfinale der Play-offs, Platz 5 bis 8 gegen Platz 1 bis 4 der B-Gruppe in den Ausscheidungsspielen um die Play-off-Plätze 5 bis 8

.

Gruppe B
1. SVV Plauen 109:60 15:1

2. SC Wedding 62:37 13:1
3. Duisburger SV 98 72:54 12:4
4. SV Krefeld 72 105:110 12:10
5. SV Poseidon Hamburg (N) 70:63 6:10
6. SC Neustadt 66:87 6:10
7. SV Cannstatt 58:92 2:14
8. SV Würzburg 05 (N) 57:114 0:16

Platz 1 bis 4  gegen Platz 5 bis 8 der A-Gruppe in den Ausscheidungsspielen um die Play-off-Plätze 5 bis 8

 

Top 10 Torschützenliste (gruppenübergreifend)

1. Aleksandar Radovic (Waspo 98 Hannover) 42
2. Istvan Keresztes (SV Krefeld 72) 25
3. Julian Real (ASC Duisburg) 21
3. Nikola Dedovic (Wasserfreunde Spandau 04) 21
3. Deni Cerniar (SV Cannstatt) 21
3. Peter Karteszi (SVV Plauen) 21
7. Vincent Hebisch (White Sharks Hannover) 20
7. Matthias Held (SC Neustadt) 19
9. Mateo Cuk (Wasserfreunde Spandau 04) 19

9. Dusan Dragic (SV Krefeld 72) 19

 

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Text) und Jens Witte (Foto)


 
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